125 jähriges Gründungsjubiläum der ZSG 1893 Rosenberg e.V.

Zimmerstutzen-Schützengesellschaft 1893 Rosenberg feiert 125 Jahre

(RLÖ) Eine tragende Säule des Sportsgeistes – so darf man die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft 1893 Rosenberg einstufen. In 125 Jahren hat sie als einer der ältesten Vereine in Rosenberg Erfolgsgeschichte geschrieben – bis in die Bundesliga.

Herausragende Leistung in der Vereinsgeschichte war die Errichtung des Schießsportzentrums am Eichelberg, das jetzt die ideale Kulisse für die 125-Jahr-Feier bot. Die alten Schützenscheiben an den Wänden erzählen Geschichten, die das Leben des rührigen Vereins prägten. Der Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes, Franz Brunner, Vize-Gauschützenmeister Georg Schmer, die Patenvereine aus Sulzbach und Rosenberg, Prominenz aus Kommunal- und Landespolitik und Abordnungen befreundeter Vereine erwiesen den Schützen ihre Reverenz.

Nach über einem Jahrhundert voller Höhen und Tiefen steht der Verein mit der 2019 geplanten Einrichtung einer elektronischen Schießanlage vor neuer Herausforderung, wie Schützenmeister Reinhold Brandl erwähnte. Mit geschätzten 30 000 Euro Gesamtkosten ein finanzieller Kraftakt, aber unumgänglich, um Schritt halten zu können mit der Entwicklung im Schießsport. Die herausragendste organisatorische Leistung, verbunden mit enormem Arbeitseinsatz vieler Mitglieder, war aber der Bau des neuen Schützenheims Eichelberg 1982/1983. Die Dimension an Immobilien- und Sachwerten des Schießsportzentrums wird deutlich am Versicherungswert von 1,25 Millionen Euro. Brandl: „Wir haben es geschafft, den Verein in 35 Jahren schuldenfrei zu stellen.“

Den Reigen der Gratulanten zur 125-Jahr-Feier der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft 1893 Rosenberg eröffnete Schirmherr Bürgermeister Michael Göth, der die lebendige Vereinsarbeit würdigte und das Schützenheim am Eichelberg als schießsportliches Zentrum bezeichnete. Diese Einschätzung teilten auch OSB-Präsident Franz Brunner und stellvertretender Gauschützenmeister Georg Schmer, der darauf hinwies, dass seit Jahrzehnten die Gaumeisterschaften an Rosenberger Ständen ausgetragen werden. Brunner verband Glückwünsche mit der Übergabe von Fahnenplakette und Ehrenurkunde. In die Gratulanten reihten sich die Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl (SPD) und Harald Schwartz (CSU) sowie Landrat Richard Reisinger ein, des weiteren Sprecher der Patenvereine, Königlich Privilegierte Feuerschützen Sulzbach und Schützengesellschaft Siebeneichen.

Die Würdigung verdienstvoller Funktions- und Würdenträger rundete die Jubiläumsfeier ab. So ging das Silberne Ehrenzeichen des Oberpfälzer Schützenbundes Nr. 1 an Michael Hierl, Manfred Lilla, Armin Strobel und Eveline Strobel. Das Goldene OSB-Ehrenzeichen Nr. 2 erhielten Hans-Peter Daschner, Christa Erras, Martin Erras, Georg Rupprecht, Günther Weiß und Claudia Wismeth. Die Silberne Verdienstnadel des OSB Nr. 3. ging an Kurt Falk und Martin Partsch, die Goldene OSB-Verdienstnadel Nr. 4 an Heinz Wismeth und Josef Uhl.

Herausragend würdigte OSB-Präsident Franz Brunner das Engagement von Christa und Hans Winter mit der Großen Verdienstauszeichnung in Silber des OSB Nr. 8. Das DSB-Bronzeehrenkreuz Nr. 14 bekam Sportleiter Leonhard Kurz.

Festredner Manfred Lilla spannte den Bogen von den Anfängen des Vereins im Ausflugslokal Spitzermühle über die Stationen Café Kern und Gasthof Heldrich bis zur eigenen Bleibe am Eichelberg, nannte einen aktuellen Mitgliederstand von 150 (davon 30 aktive Schießsportler) und blendete auch Nachwuchssorgen nicht aus, die die Rosenberger wie andere Vereine auch plagen. Versuche, Schießsport vor allem bei Jüngeren wieder populärer zu machen, würden durch zunehmende Gewalttaten mit Schusswaffen vor allem in USA konterkariert. Dem offensichtlich schlechten Image des Schützenwesens stellte Lilla klar die Realität entgegen: „Im Schießsport sind Pistole und Gewehr keine Waffen, sondern Sportgeräte, nur in unseren Schützenvereinen lernt die Jugend verantwortungsbewussten Umgang.“

Die Rosenberger Schützen waren auch zu ihrem 125. Vereinsgeburtstag perfekte Gastgeber. Sie verwöhnten mit den Wirtsleuten Claudia und Heinz Wismeth ihre Gäste mit einem Weißwurstfrühschoppen und Mitttagstisch. Ein Schmankerl für die Ohren gab’s mit der dezenten, aber beschwingten Begleitmusik des Duos Inga und Gerald Ludwig vom MuK.

 

 

 

Ein Großteil der Bilder, wurde durch Martin Franitza Aufgenommen, er stellte Sie dem Verein, als Andenken zum 125 jährigen Jubiläum, zur Verfügung. Vielen Dank dafür.